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Ausrüstungsrevue & Bewertung

Wie ich meine Ausrüstung im Nachhinein bewerten würde

Vor Antritt der Reise habe ich mir ziemlich viele Gedanken über meine Ausrüstung gemacht und im Endeffekt wohl auch manch einen unnötigen Einkauf getätigt. Mit welchem Gear ich im Endeffekt den Pacific Crest Trail beendet habe und wie sich die einzelnen Produkte gehalten haben, erfahrt ihr auf dieser Seite. 

 

Anmerkung: Hierunter habe ich ausschließlich die Produkte gelistet, mit denen ich den Trail beendet habe. Eine Auflistung der Produkte, mit denen ich gestartet bin, findet ihr hier. 


Zelt

Das Zelt, ein Big Agnes Fly Creek UV, ist ein Einpersonenzelt und wiegt nur ca. 700 Gramm. Ich habe es bei Steep & Cheap in Amerika für 300 Dollar erworben, da es Big Agnes in Deutschland nur sehr selten gibt. Insgesamt war ich sehr zufrieden mit dem Zelt, besonders mit der Leichtigkeit und dem geringen Packmaß, sowie dem einfachen Aufbau und der Wetterbeständigkeit. Dieses Zelt ist allerdings nicht geeignet für größere Menschen (ich bin 1,65 m) oder für diejenigen, die gerne ein gewisses Maß an Raum in ihrem Zelt vorfinden. Es eignet sich aus meiner Sicht ausschließlich für kleinere Frauen. Zudem muss ich sagen, dass ich keine besonders positive Erfahrung mit dem Kundenservice von Big Agnes hatte. Mein Zelt war an Tag fünf zwischen Moskitonetz und Reißverschluss gerissen und Big Agnes wollte mir partout keinen kostenloses Ersatz anbieten. Da haben andere Hiker viel bessere Erfahrung, z.B. mit MSR gemacht. Beliebtestes Zelt auf dem PCT 2017 war übrigens eindeutig das Big Ages Copper Spur UL1. Auch zPacks stellt tolle Zelte her. 


Schlafsack, Matratze und Kissen

Der Schlafsack ist von Mountain Equipment (Damen-Modell Helium). Die Komforttemperatur liegt bei 23 Grad, das Gewicht beträgt um die 700 Gramm und ich habe diesen Schlafsack ebenfalls bei Steep & Cheap erworben. Er hatte genau die richtige Länge, trocknete sehr schnell, roch auch nach längerem Tragen wenig und hat mir insgesamt sehr gute Dienste geleistet. Im Nachhinein hätte ich mir allerdings ein leichteres Modell, z.B. von zPacks, zugelegt. Vor den Sierras habe ich mir noch ein Thermolite-Liner von Sea to Summit besorgt, welches bis 11 Grad mehr Wärme gebracht hat und außerdem die "Hygienebedingungen" deutlich verbesserte. Die meisten Hiker sind ohne Schlafsackinlet ausgekommen und ich würde es auch nicht als essentiell auf dem Trail erachten - bin halt einfach nur generell ne große Frostbeule.

 

Das Kissen ist ebenfalls von Sea to Summit und heißt Aeros Ultralight und hat mir ebenfalls tolle Dienste geleistet. Um es sauber zu halten und aus Bequemlichkeitsgründen habe ich immer ein Buff-Tuch über das Kissen gezogen und so fühlte es sich tatsächlich an, als würde ich mit einem echten Kissen unterwegs sein (dabei wiegt das Ding nur 60 Gramm und ist winzig klein zu verpacken). Als Kissen-Alternative kann man übrigens auch Säcke von Cuben Fiber mit einseitigem Fleecebezug kaufen. 

 

Die Luftmatratze ist eine ThermaRest NeoAir XLite Regular, die ich auf ebay Kleinanzeigen gefunden habe (gibt es aber auch z.B. bei bergfreunde.de). Eigentlich waren nur zwei Matratzenmodelle dieses Jahr auf dem PCT vertreten: Die NeoAirXLite und die ZLite, die ohne Aufblasen auskommt. Ich habe meine NeoAir sehr gemocht, denn ich konnte problemlos sowohl auf der Seite, als auch auf Rücken und Bauch schlafen und sie hielt mich auch auf Schnee in den Sierras einigermaßen warm. Anmerkung: Größere Menschen sollten zu der Large-Version greifen, denn ich habe gerade so auf die Matratze gepasst.


Rucksack und Wanderstöcke

Der Rucksack ist von Gregory, es handelt sich um ein altes Modell des Deva 60. Diesen habe ich gebraucht bei ebay Kleinanzeigen gekauft. Im Endeffekt hat der Rucksack seine Dienste erfüllt, meine Ausrüstung blieb trocken und heil und mein Rücken auch. Einmal habe ich neue Träger von Gregory angefordert und kostenlos erhalten, danach hat sich der Tragekomfort noch einmal deutlich erhöht. Rückblickend hätte ich allerdings mehr Geld für den Rucksack ausgegeben, und ein Modell von Hyperlite, ÜLA oder Granite Gear gewählt. Osprey war übrigens die beliebteste Rucksackmarke in diesem Jahr. Achja, bei besonders nassen Tagen habe ich den Rucksack zusätzlich mit einem Regenschutz von Quechua geschützt.

 

Meine Wanderstöcke habe ich bei Decathlon gekauft und das Modell heißt Quechua Fortalez. Diese Stöcke waren mit Abstand die günstigsten auf dem Trail, aber überraschenderweise auch die stabilsten, zumindest in meiner Gruppe. Nachteil war klar, dass man sie nicht so gut einklappen bzw. zusammenstecken konnte wie Modelle von Black Diamond oder Leki. Allerdings sind die Wanderstöcke selbst nach 2400 Meilen noch in sehr gutem Zustand und kaum abgenutzt, sprich ich würde sie immer wieder kaufen, da sie Preis-Leistungsmäßig unschlagbar waren.


Behälter/Stuff Sacks

Links im Bild seht ihr meinen Cuben Fiber (heute Dyneema) Food Sack von zPacks. Zu Beginn des Trails habe ich aus Geizgründen mein Essen immer nur in großen, 2.5 Gallonen fassenden Ziplock-Bags aus dem Supermarkt transportiert. Diese wurden allerdings öfters von Mäusen und Kleintieren angeknabbert und haben das Packen nicht gut vertragen. Gegen Ende des PCT habe ich mich dann doch noch überwunden und den Cuben Fiber Stuff Sack gekauft, auf jeden Fall eine der besten Investitionen überhaupt. Der Sack ist reiß- und wasserfest, lässt sich gut verstauen und säubern und die Nager sind kein einziges Mal an mein Essen gegangen. 

 

Um meine Kleidung, meinen Schlafsack und meine Elektronik vor Regen, aber besonders auch bei Flussüberquerungen zu schützen, habe ich mir eine Sea to Summit Dry Bag zugelegt. Der Sack hat seine Dienste erfüllt und alles blieb trocken, allerdings hätte eine Nummer kleiner auch genügt. Wer hier sparen möchte, kann auch einfach große, reißfeste Mülltüten nehmen (die sind sogar noch etwas leichter). 

 

Rechts seht ihr meinen Bärenkanister. Dieser ist ab Lone Pine bis nach Bridgeport und im Lassen National Park Pflicht und ich wurde auch wiederholt kontrolliert (allerdings nur um Yosemite Valley). Es handelt sich um den Standard-Bärenkanister von BearVault. Man muss sich bewusst sein, dass keine Essensrationen für 10 Tage da rein passen (ich hatte auf längeren Strecken auch immer ein paar Sachen in meinem Cuben Fiber Food Sack). Das Ding ist relativ nervig, da es viel Platz wegnimmt und im Rucksack sehr sperrig ist. Außerdem ist das Gewicht nicht zu verachten. Leichtere, meist aber auch teurere Alternativen findet ihr hier


Elektronische Geräte

Links im Bild sieht man meine "Elektronik-Tasche" bzw. mein Portemonnaie aus Cuben Fiber von zPacks. Darin habe ich meine Dokumente (California Fire Permit und PCT-Permit, meine Kreditkarte, meinen Reisepass, meinen Kindle, meine Aufladekabel, meine Kopfhörer sowie ein paar Dollar aufbewahrt. Die Tasche ist wasserfest und sehr leicht und ich fand sie als kleine Clutch in der Stadt auch immer sehr praktisch. 

 

Meine Stirnlampe ist von Decathlon, das Modell heißt Onnight 710 300 Lumen. Ich habe mich für dieses Modell entschieden, da ich eine Lampe wollte, die sowohl über USB als auch mit Batterien aufladbar ist. Mit der Leuchtkraft und der Leuchtdauer der Stirnlampe bin ich im Endeffekt sehr zufrieden. Allerdings gehört sie mit 120 Gramm nicht zu den leichtesten Modellen. Da kann man sicher mit anderen Lampen, wie zum Beispiel von Black Diamond, deutlich mehr an Gewicht sparen. 

 

Meine Powerbank ist von RAVPower (10400mAh). Ich besaß sie bereits vor dem Trail und wollte mir eigentlich einen Extra-Akku kaufen, der speziell für Outdoor-Sport konzipiert ist. Gott sei Dank habe ich dies nicht getan, denn diese Powerbank hat mich mehr als positiv überrascht. Ich habe mein Telefon (erst ein Samsung Galaxy 5, danach ein altes iPhone 6) sehr häufig genutzt, unter anderem auch für Netflix, Spotify, als Kamera und für den Blog, und trotzdem war ich nie ohne genügend Akku unterwegs. Ich schätze, dass man sein Mobilgerät mit dieser Powerbank 3-5mal komplett laden kann und bei Amazon kostet das gute Stück unter 20 Euro. 

 

Das GPS-basierte Outdoor-Navigationsgerät im Hintergrund ist ein Garmin Dakota mit Touchscreen. Diesen habe ich gebraucht auf ebay Kleinanzeigen gefunden und um die passende PCT-Map von Garmin erweitert. Das Gerät habe ich mir vor dem Trail gekauft, damit ich neben meinem Mobiltelefon eine zweite Informationsquelle habe (ich wollte keinen Karten aus Papier mitschleppen). Tatsächlich benötigte ich das Gerät ausschließlich in den schneebedeckten Sierras-Regionen. Hier war es allerdings äußerst praktisch, denn mein Handy schaltete sich aufgrund der niedrigen Temperaturen wiederholt aus und im Schnee verlor man ab und zu mal den Trail. 

 

Rechts im Bild seht ihr meinen Kindle. Ich weiß, es war ein echtes "Luxusgerät" auf dem Trail, aber ich habe mich nicht daran gestört, denn abends im Zelt die Möglichkeit zu haben, ein oder zwei Seiten zu lesen, war unbezahlbar. Zusätzlich hatte ich zwei USB-Kabel dabei, eins für das iPhone und eins für den Rest, sowie Kopfhörer und den Adapter für die Steckdose.

 

Nicht auf dem Bild zu sehen: Mein iPhone 6 (es dient als Kamera) und mein Spot Gen 3 Notfallsender (in der Reparatur). Den Spot hatte gefühlt jeder zweite auf dem Trail von seiner Mutter mit auf den Weg bekommen. Hierüber habe ich meine Freunde daheim immer auf dem Laufenden halten können. Zudem konnten sie meinen Standort via GPS hier über den Blog verfolgen und ich fühlte mich durch die Notruf-Funktion schon etwas sicherer. Für alle, die etwas mehr ausgeben können und mögen: Schaut euch einmal den Garmin inReach an, damit kann man nämlich auch SMS-Nachrichten außerhalb der Mobilfunkreichweite Senden und Empfangen (und ja, das Netz auf dem Trail ist wirklich nicht so dolle). 


Wasseraufbereitung

Um Wasser auf dem Trail zu filtern, habe ich mir zuerst einen Sawyer Squeeze Mini zugelegt. Allerdings war ich mit der Schnelligkeit des Filterns überhaupt nicht glücklich und da der normale Sawyer nicht unbedingt schwerer ist, habe ich letztendlich auf diesen gewechselt. Als Trinkbehälter habe ich Smart Water-Flaschen (gibt es in jedem amerikanischen Supermarkt) und einen 2-Liter Platypus genutzt. Für den Platypus habe ich mir noch einen Trinkschlauch (s. Bild) besorgt, der einwandfrei funktionierte und ebenfalls auf die Smart Water-Flaschen und den Sawyer passte. Insgesamt war ich damit super zufrieden. Tipp: Ich habe den Sawyer Squeeze nicht mit in die Schneeregionen genommen, als noch Schnee lag, da die Membranen des Filters unter 0 Grad kaputt gehen. Gebraucht man ihn auch dort, immer dran denken, den Sawyer über Nacht mit in den Schlafsack zu nehmen. 

 

Zur chemischen Wasserreinigung, die ich bei besonders schlechter Wasserqualität zusätzlich nutzte, habe ich zuerst zu Microspur-Tabletten gegriffen. Allerdings ließ sich der Geschmack aus meiner Sicht kaum aushalten. Daher habe ich später zu Aquamira gewechselt, welches ich günstig über Amazon erhielt. Aquamira ist aus meiner Sicht am geschmackärmsten und lässt sich prima auf dem Trail nutzen (je 7 Tropfen mischen, für 5 Minuten stehen lassen und für 20 Minuten im Wasser wirken lassen). Alternativ war bei den Amerikanern Bleach auch sehr angesagt. 


Erste Hilfe/Hygiene

Mein Kulturbeutel bestand zum Ende der Reise hin aus genau fünf Produkten: Zahnbürste, Zahnpasta, Nagelklipper, Klappbürste und Desinfektionsgel für die Hände. Bis Oregon hatte ich zusätzlich Sonnencreme und Labello im Gepäck, in Oregon dann Insektenspray mit hohem Deet-Anteil und Allround-Seife für die Campingplätze. 

 

Mein Erste-Hilfe-Paket bestand aus jeweils 2-3 Tabletten Ibuprofen, Kohletabletten und Dobendan (Halsschmerzen und Durchfall sind bei mir auf Reisen immer die Standard-Krankheiten). In den ersten drei Wochen hatte ich zudem noch alkoholgetränkte Watte-Patches, Nadel und Faden dabei, womit ich meine Blasen behandelt habe. Blasenpflaster habe ich auch ausprobiert, aber die haben nie wirklich gehalten. In den ersten Wochen habe ich mir wie jeder andere wohl auch einen Wolf gelaufen. Da hat mir Aquaphor von Eucerin extrem geholfen, denn die Fettsalbe bildet einen zuverlässigen Schutzfilm.  


Jacken

Die Patagonia Softshelljacke war eigentlich mein Lieblingskleidungsstück auf dem Trail. Ich habe sie im Second Hand Gearshop in Bishop erworben. An sich ist es nicht das leichteste Modell und damit wohl auch nicht optimal für einen Thruhike. Allerdings hat die Jacke super gewärmt, sie roch nie stark und man konnte sie sowohl in den "Lagen-Look" integrieren, als auch nachts gut tragen. Ein weiterer Vorteil: Sie ist wasserabweisend und nicht sehr empfindlich, daher konnte man sie auch sorgenfrei bei feuchtem Wetter anziehen.

 

Die Regenjacke ist von Frogg Toggs, einer amerikanischen Billigmarke für Regenklamotten. Ich habe sie auf Amazon gekauft und sie hat gehalten, was sie versprach. Gott sei Dank hatten wir dieses Jahr nur ca. vier regnerische Tage auf dem Pacific Crest Trail, daher hielt sich ihr Einsatz in Grenzen. Insgesamt aber eine gute Investition, da das Preis-Leistungsverhältnis einfach stimmt. 

 

Die Daunenjacke ist von Berghaus und das Modell heißt Ilam. Ich habe diese Jacke bei ebay Kleinanzeigen erworben, da mir der Originalpreis zu hoch war. Aber der Kauf hat sich gelohnt, denn die Jacke ist super leicht, erstaunlich warm und verfügt über ein sehr geringes Packmaß. Ich bin zudem froh, dass diese Daunenjacke über eine Kapuze verfügt, denn nachts konnte ich so problemlos meinen Kopf warm halten. 


Shirts/Oberteile

Das pinke Thermoshirt von Columbia habe ich gebraucht bei ebay gekauft. Es hielt tatsächlich erstaunlich warm, da es von innen mit einer wärmereflektierenden Membran ausgestattet ist. Außerdem besteht es aus einem sehr leichtem Material. Dieses Shirt habe ich ausschließlich in den Sierras getragen. 

 

Den Columbia Glacial Fleece-Pullover habe ich auf Amazon in Amerika für 24 Dollar ergattert. Dieser diente als Schlafshirt und an besonders kalten Tagen auch als zweite Schicht über dem T-Shirt oder Sonnenhemd. Der Fleece war sehr dünn und somit ideal für den Trail. Der Stoff trocknete relativ schnell und fühlte sich auch nach mehrmaligem Waschen noch weich und kuschelig an.

 

Das Patagonia Sonnenhemd habe ich von einer Freundin auf dem Trail übernommen, da mein erstes die Wüste Kaliforniens nicht überstanden hat (geht wohl den meisten so). Das Shirt hat gute Dienste geleistet, es trocknete schneller als andere anderen Oberteile und bot Schutz vor Insekten und starker Sonneneinstrahlung. 

 

Das Nike Dry Fit Sportshirt habe ich mir in Portland gekauft. Ich wollte gerne meine Arme noch etwas bräunen und dachte, dass es praktisch wäre, auch mal ein Shirt unter das Sonnenshirt oder meine Patagonia-Jacke anzuziehen. Im Nachhinein war der Kauf wohl etwas unnötig, denn die anderen Oberteile waren einfach praktischer und trockneten viel schneller. 


Hosen/Unterteile

Vor Antritt der Reise bereitete mir meine "Hosenauswahl" mit die größte Sorge. Ich wusste, dass ich wohl die meiste Zeit eine kurze Hose tragen würde, wusste aber nicht, ob ich Geld für Regen- oder Softshell-Hose ausgeben sollte und welche lange Hose ich überhaupt wollte. Im Endeffekt habe ich mich für die günstigsten Varianten entschieden und das war auch gut so, denn ich habe zu 90 Prozent einfach meine Shorts getragen und meist nur nachts zu meiner langen Leggins gegriffen. Diese (zweite Hose von rechts) habe ich bei REI erworben (ist ein Eigenmarken-Produkt), nachdem meine Smartwool-Leggins bereits nach drei Wochen erste Löcher bekam. 

 

In die schneebedeckten SIerras ließ ich mir meine Asics Laufhose (links im Bild) schicken. Sie ist mit Kompressionsstrümpfen an den Waden ausgestattet und lässt sich auch prima unter Regenhosen anziehen, da sie relativ eng anliegt. Im Endeffekt entschied ich mich allerdings gegen eine professionelle Outdoor-Regenhose und für ein 18 Dollar Modell von Frogg Toggs, welches ich über Amazon in den USA erwarb (habe ich zwischendurch entsorgt, daher nicht auf dem Bild). Die Hose war super leicht und z.T. reißfester beim Runterrutschen auf Schnee als die teureren Modelle. 

 

In Oregon trug ich aufgrund der aggressiven Moskito-Situation eine Woche lang eine Quechua-Ziphose, die ich für 20 Euro bei Decathlon erwarb. Auch die reichte völlig für diesen Zweck und ich bin froh, hier nicht mehr investiert zu haben.


Unterwäsche

Bei der Unterwäsche habe ich es relativ simpel gehalten. Ich hatte zwei Unterhosen dabei, beide von ExOfficio, aus meiner Sicht und der meiner Trail-Partnerinnen die beste Marke für Schlüpfer. Der BH ist von Oysho, einer spanischen Modemarke. Hier war mir wichtig, dass der Stoff schnell trocknet und hinten keine verstellbaren Träger hat, da die Plastikteilchen am Rücken Scheuerstellen verursachen. 


Kopfbedeckungen, Schal und Handschuhe

Die Handschuhe sind von Seirus Innovation. Es handelt sich um wasserfeste, ultraleichte Polartec-Männerhandschuhe, die ich bei Amazon in Amerika erworben habe. Diese waren mit 12 Dollar vergleichsweise günstig und haben einen sehr guten Dienst erwiesen.  

 

Die Mütze ist von Marmot. Ich habe sie ausschließlich in den Sierras im Juni getragen, ansonsten reichte mir das zur Mütze umfunktionierte Buff-Tuch. Ich hatte tatsächlich zwei Buff-Tücher. Ein kleineres, welches ich tagsüber meist als Stirnband und nachts um den Hals getragen habe. Das graue Buff habe ich manchmal tagsüber als Schal und nachts als Kissenüberzug genutzt. 

 

Den Mückenschutz habe ich nur in Oregon nutzen müssen. Um Shelter Cove hatten wir dort eine richtige Mückenplage und ohne das Ding (5 Dollar im Camping-Store) wäre ich verrückt geworden. 


Schneeausrüstung

Meine Schneeausrüstung bestand aus eine Black Diamond Raven Pro Eisaxt (60 cm) und diesen Kathoola Microspikes. Die Eisaxt habe ich bereits nach den Sierras an eine andere Hikerin verkauft. Sie war sehr hilfreich, allerdings nicht von der leichtesten Sorte. Wenn ich mich jetzt neu entscheiden müsste, würde ich mich für die C.A.M.P. Corsa entscheiden, die wesentlich leichter und viel besser an den Rucksack zu binden ist. 

 

Die Microspikes von Kathoola waren klasse. Ich habe sie für ca. 70 Dollar bei REI gekauft und oft genutzt. Würde mich auch immer wieder hierfür entscheiden. In diesem schneereichen Jahr war übrigens sehr oft die Frage: Crampons oder Microspikes? Ich fand die Microspikes völlig ausreichend, außerdem kann man sie viel schneller an- und ausziehen und sie sind deutlich leichter als Crampons. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Guido (Dienstag, 24 April 2018 22:26)

    Hi und danke für deine Auflistung. Ich fand dies sehr interessant, denn ich interessiere mich auch für den PCT. Mein Englisch ist allerdings nicht so gut und ich Frage mich, ob ich vorher eventuell noch ein oder zwei oder drei oder vier Kurse belegen soll. Wie ist denn deine Erfahrung dazu?

  • #2

    Saskia (Mittwoch, 25 April 2018 11:03)

    Hi Guido,

    danke für deinen Kommentar. Englisch Grundkenntnisse sind auf jeden Fall sinnvoll. Allerdings habe ich auch viele PCTler kennengelernt, die der englischen Sprache nicht mächtig waren (z.B. eine Hikerin mit dem Trailnamen "NoEnglish") und die sind auch gut vorangekommen. Ich finde es immer sinnvoll und respektvoll, wenn man versucht, in der Landessprache zu kommunizieren. Es wird einem auf dem Trail aber auch nicht übel genommen, wenn das nicht perfekt klappt.

  • #3

    Elli (Samstag, 17 November 2018 01:14)

    Hi Saskia,
    danke für diese Informationen, vor allem das erste mal was in deutsch gelesen ;)
    Ich finde es sehr hilfreich das du deine Erfahrungen mitteilst.
    Herzlichen Dank dafür.
    ich hoffe das ich in 2 Jahren auch auf den PCT gehen kann u. will langsam schon mal mit dem Equipment anfangen.
    Liebe Grüße Elli